Irgendwie hatten wir uns unseren ersten Urlaubstag anders
vorgestellt… auf Heiligabend in der Sonne waren wir ja eingestellt – aber wie
immer kommt alles anders…
Die Bescherung mit Vanessa haben wir schon morgens nach dem
Frühstück gemacht, denn die musste verständlicherweise ja arbeiten… Schließlich
wollen ja gerade an Heiligabend die Leute verwöhnt werden… Als Vanessa los
musste zur Arbeit, haben wir beschlossen uns auf den Weg in die Stadt rein zu
machen… natürlich null Plan – aber wir gehen erstmal drauf los – finden
bestimmt noch eine Haltestelle vom Hop-On-Hop-Off-Bus… Tja, so eine Innenkabine
hat definitiv Nachteile – nämlich unter anderem den, dass man nicht sieht, wie
das Wetter draußen ist… Warm war – drückend warm… allerdings hatte wohl einer
die Dusche im Himmel vergessen abzustellen – wobei es schon eher sinnflutartige
Regenfälle waren… kurz überlegt – gewartet – dann beschlossen: shit egal, so
ein bisschen nass macht auch nichts, die Sonne kommt bestimmt bald… nach ca.
2-3 km waren wir immer noch weit von der Stadt entfernt, aber dafür durch bis
auf die Unterwäsche… Unter dem Aspekt, dass wir ja noch mehrere Male in
Singapur sind haben wir beschlossen: zurück zum Schiff gehen ist auch völlig
okay… also auf zum Schiff...
Ich habe mir dann erstmal für 69 Euro selber ein
Weihnachtsgeschenk gemacht… ein 40minütige Ganzkörpermassage… war sehr
entspannend, gerade wo ich so platt war und mir alles weh tat… und dann sagt
die ernsthaft „sie sind in der Schulter aber arg verspannt“ die Antwort „ja,
ich bin Sekretärin“ hat gereicht… lach…
und weil wir so platt waren (immer noch vom Flug und den
Strapazen der letzten Wochen) haben wir uns entschieden, dass wir ne Runde
Mittagsschlaf machen…
Davon mühsam erwacht haben wir uns dann mal fertig gemacht,
um zur Seenotrettungsübung zu gehen – wir waren gestern ja zu spät hier, da
waren alle anderen mit der Übung schon durch…
Als wir zurück auf die Kabine kamen, wartete auch schon eine
Überraschung auf uns, für die Vanessa gesorgt hatte – hatte sie uns aber auch
schon in Vorfeld berichtet… Wir hatten eine Einladung zur Besichtigung der
Brücke… cool!
Danach haben wir uns umgezogen, um Essen zu gehen… Schade –
die haben sich echt viel Mühe gegeben, alles nett gedeckt, man hatte seinen
festen Platz und (da kommt der Haken an der Sache) sie hatten extra liebevoll
Weihnachtsessen zusammengestellt… weil wir genau letzteres eigentlich nicht
wollten – bekloppt, ja wissen wir – haben uns für das Restaurant „Ankelmann“
entschieden, in der Hoffnung dass es dort das normale Essen wie immer gibt…
naja, man trifft es nicht immer… Also haben wir uns vom Buffet geholt,
wonach uns war – und das war so gar
nicht weihnachtlich – und wir waren satt und zufrieden…
Danach sind wir noch los und haben Fotos machen lassen vorm
Weihnachtsbaum… Und Swaantje wollte danach gerne noch ins Theater zur
Weihnachtsshow – um die Zeit zu überbrücken haben wir an der Bar noch einen
Cocktail getrunken und uns gefreut, dass wir auf dem Schiff sind… wirklich
total nette Stimmung hier und auch das Personal alle fröhlich und gut drauf,
obwohl sie nicht das Glück haben Weihnachten mit ihren Liebsten verbringen zu
dürfen… dann auf in die Weihnachtsshow, die mit „oh du fröhliche“ noch ganz
nett anfing – aber ab da wurde es immer „schlimmer“, so dass ich nach 5 Liedern
gesagt habe „also ich gehe ins Bett“ und Swaantje einstimmte mit „ich komme
mit“ – und weg waren wir… so lagen wir gegen 22.30 h im Bett – während Vanessa
noch arbeiten durfte…
Das erste Mal auf einer Kreuzfahrt genießen wir es sogar
eine Innenkabine zu haben – was wir sonst hassen wie die Pest – aber durch die
Zeitumstellung ist es so toll, dass man jederzeit schlafen kann, wann immer man
mag… und fairerweise muss man zugeben, dass die Kabinen im Gegensatz zu AIDA
oder Princess auch wirklich groß und geräumig sind… Und vermutlich stört es uns
auch weniger, weil wir wissen, dass wir ab nächste Woche dann eine Außenkabine
haben (Balkon war leider nicht mehr zu bekommen… aber mit etwas Glück können wir
in Woche 3 gegen Bezahlung upgraden – können wir aber erst endgültig klären,
zum Ende der Woche 2)








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